Schlange stehen am Tivoli.

Über 150 Bewerber gibt es laut städtischem Presseamt für die 54 Baugrundstücke, die die Stadt auf  dem Areal „Alter Tivoli“ vermarktet. Neben einem Hotel, einem Appartementhaus und Einzelhandel sollen dort Terrassenhäuser (am Würselener Wall), freistehende Einfamilienhäuser, Doppelhaushälften und Reihenhäuser gebaut werden.

„Es gibt dafür schon lange Interessenten, die immer wieder nachfragen“, sagt Stadtsprecher Hans Poth und verspricht, dass die Kaufwilligen „der Reihe nach“ bedacht werden. Einzige Ausnahme: Bei 13 Reihenhäusern sollen kinderreiche Familien bevorzugt zum Zuge kommen.

Der bevorstehende Bau-Boom auf dem alten Fußballfeld passt ins gesamtstädtische Bild. „Schleusen auf!“ betitelt das Wirtschaftsmagazin „Capital“ in der aktuellen Ausgabe sein drei Seiten langes Aachen-Kapitel im „Immobilien-Kompass 2012“. Der Geschosswohnungsbau boome im Westzipfel, Verkäufer setzten für ihre Objekte oft Höchstpreise durch und selbst Randlagen seien mittlerweile heiß begehrt, lautet die aktuelle Bestandsaufnahme der Hamburger Zeitschrift, die sich dafür bei hiesigen Immobilienmaklern und Investoren umgehört hat.

Und die Nachfrage wird wegen der zu erwartenden Studentenschwemme infolge des doppelten Abi-Jahrgangs 2013 und nicht zuletzt wegen der hochfliegenden Campus-Pläne weiter steigen, prophezeit der Immobilien-Kompass. Das gelte dann auch für die Preise: Kurzfristig würden diese nach zehnjährigem Kletterkurs im kommenden Jahr zwar eine Verschnaufpause einlegen, langfristig aber weiter anziehen.

Wobei Aachens beste Lagen laut „Capital“ Konkurrenz bekommen, wovon der Immobilienmarkt insgesamt profitiere. Denn potenzielle Käufer beharrten nicht mehr nur auf Top-Adressen im Südviertel, wo Einfamilienhäuser durchschnittlich zwischen 320 000 und 1,2 Millionen Euro kosten. Die Innenstadt (120.000 bis 1,1 Millionen), Laurensberg (240.000 bis 750.000), Burtscheid (250.000 bis 650.000), wegen der Campus-Nähe der Lousberg (300.000 bis 550.000) und sogar Randlagen wie Haaren (200.000 bis 350.000) stünden hoch im Kurs. Dazu gehört auch die Soers (250.000 bis 650.000), die für „Capital“ mit ihrer guten Lage nahe dem Stadtzentrum, mit Naturschutzgebieten und mit abwechslungsreicher Bausubstanz – von der imposanten Villa bis zum schnöden Geschossbau punktet und „immer beliebter wird“.

Die vielen Bewerber für den alten Tivoli haben das bereits erkannt. Zurzeit werden dort, wo früher Alemannia-Fans Schlange standen, Leitungen verlegt, bis Ende des Jahres folgen die Baustraßen. Anfang 2013 wird dort dann der städtische Bau-Boom ausgebaut.

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